Zeitrechnung in Kilometern
- renatowinteler2
- 6. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Seit Ende April sind wir nun mit unserem TD (siehe einen Blog früher:-) unterwegs. Wir sind sehr gut gestartet und mussten schon bald feststellen, dass die Zeitrechnung in Canada nur über die Kilometer geht. Ein bisschen hier hin, ein bisschen da hin und schon sind 1000km abgefahren.
Zuerst hatten wir ein bisschen Angst, dass wir mit unserem riesigen Vehikel nirgendwo hinkommen würden und sozusagen auf den Campingplätzen festsitzen. Das ist glücklicherweise nicht eingetroffen und wir kämpfen uns mit unserem RV tapfer über jede Strasse.
Normalreisende setzen sich zu Hause einen Plan, wohin sie in z.B. zwei Wochen überall hinkönnen und können so von A nach B auf dem Highway fahren. Wir sind ja quasi auf der Studienreise von Andrea und damit sie zu ihren Studienorten kommt, heisst es, runter vom Highway, rauf auf die Nebenstrassen. Alle 100m fahren wir dann an Strassenrand und dann werden Blümchen und Vögelchen gesucht und bestimmt. Nun gut, seit dem Schild "rattlesnake" sind wir eher weniger neben den Strassen zu finden.
So kommen wir aber auch zwischen den touristischen Hotspots zu den unberührtesten Landschaften, welche uns komplett unbekannt waren.
So planen wir 2-5 Tage im Voraus, dazu gehören die Schulstunden, die Zentren mit wisschenschaftlichen Arbeiten und natürlich auch Orte, welche uns hier in Canada interessieren.
Bei unserem Start ab Sooke, sind wir zuerst nach Tofino gefahren. Das liegt an der Westküste von Vancouver Island und ist dem offenen Pazifik zurgerichtet. Hier stand die Meeresfauna sowie die Regenwaldfauna im Zentrum. Diese wird den Besuchenden im Nationalparkzentrum sehr gut näher gebracht.
Anschliessend hatten wir ein etwas strengeres Programm. Da wir auf einer Fähre tagsüber keinen Platz hatten, mussten wir die 5:15 Uhr Fähre nehmen, wobei man eine Stunde früher vor Ort sein muss und wir ja nicht gleich neben der Fähre campieren konnten. Das war dann ein etwas müder Tag, obwohl wir wieder viele Kilometer, nun ins Landesinnere, fuhren.
Das Ziel war Hope im Fraser Valley. Ab hier fuhren wir eher über Land zum Nicola Lake, ein sehr trockener Standort, der für viele ökologische Studien berühmt ist - aber aufgrund der Trockenheit leider vollkommen ausgetrocknet war. So waren die Cowboys mit ihrer Rinderherde das Highlight des Tages.
Nachdenklich stimmen in diesen Kilometern die vielen verbrannten Wälder, welche die Autobahn säumen, die Städte umgeben oder Wald-OL Karten zu Steppenkarten machen.
Nach dem Nicola Valley landeten wir im Okanagan Valley, in welchem wir drei Nächte blieben und ein hochspannendes Naturzentrum besuchen konnten. Reiseführer rechneten mit 30 Minuten Mindestaufenthalt oder dann 2-2.5h. Wir brachten es auf gute 5 Stunden...und waren wieder einmal sehr spät auf dem Campingplatz.
Daneben durften wir an einem OL Training vom hiesigen Verein teilnehmen - was sehr cool war - auch wenn im Hinterkopf ständig die vorkommende Tierwelt mitläuft. Die Organisatoren hatten so Freude, dass wir kamen, dass sie uns gleich noch ein zweites Training der vergangenen Woche mitbrachten, welches wir dann später ebenfalls noch absolvierten.
Nun fahren wir das Okanagan Valley südwärts. Unser Reisebegleiter ist u.a. ein Buch über die besten Birdingplätze von BC. Das heisst im Klartext, dass wir zum Teil für 1km Fahrstrecke gut zwei Stunden investieren...nicht so ideal für ein so grosses Land...
Nun haben wir uns zwei Tage auf einem wunderschönen Campingplatz mit See etwas erholt, bevor wir morgen nach Osoyoos in die einzige "Wüste" von Canada fahren.
(Renato)


































































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