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Nördlichster Punkt - Mücken - Goodbye

  • renatowinteler2
  • 2. Juli 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn wir Vancouver als unseren Start und Endpunkt von unserer Canadarundreise mit dem RV bezeichnen, dann haben wir uns in den letzten zehn Tagen zum letzten Mal davon entfernt. Dem Klondike Highway folgend, gingen wir auf die Spuren des Goldrausches Ende des 19. Jahrhunderts. Wir konnten die 500km nach Dawson City "gemütlich" auf der Strasse hinter uns bringen - doch wie musste das damals gewesen sein?


In Dawson City folgten wir dem Goldrausch mittels Stadtführung und natürlich: mittels Goldwaschen selbst. Die ganze Landschaft rund um Dawson City wurde in den letzten 130 Jahren komplett umgedreht und manche Bilder sind wirklich verwirrend.


Einmal folgten wir dem Top of the world Highway, der in jedem Reiseführer als eine der schönsten Strecken überhaupt bezeichnet wurde. Wir waren gespannt auf die kommende Tundra, doch schliesslich blieben wir doch fast immer im borealen Wald, was für die Fahrdistanz schliesslich etwas ernüchternd war.


In der ganzen Zeit um Dawson City mussten wir mit einem Auge auf die Strassenzustände schielen, welche durch de Waldbrände stündlich ändern konnte. So begleitete uns immer ein bisschen die Angst, vom Süden abgeschnitten zu werden oder dass die Stromleitung nach Dawson City zerstört wurde. Zum Glück blieb beides aus und wir machten den letzten grossen Schritt in Richtung Norden.


Dem Dempsterhighway (alles Schotterstrasse) folgten wir noch rund 200km in Richtung Polarkreis. Da erreichten wir unseren nördlichsten Punkt unserer Reise - zusammen mit unendlich vielen Mücken:-)


Endlich konnten wir die lang ersehnte Tundra geniessen und verschiedene Berggipfel in absoluter Wildnis erklimmen. Und siehe da: UNSER Steinschmätzer (das ist ein Vogel) war auch bereits schon da. Man stelle sich vor, dass dieser kleine Singvogel bis nach Nordafrika ins Überwinterungsgebiet fliegt, wahnsinnig. Er war dann die 231 Vogelart, welche wir in Kanada entdeckten. Mal schauen, ob wir es noch bis 250 schaffen...


Da im ganzen Gebiet keine Dumpingstation war und wir vom WiFi und Strom komplett abgeschnitten waren, mussten wir dann doch wieder zeitig zurückkehren. Leider erfuhren wir dann, dass tatsächlich eine Strasse nun seit zwei Wochen wegen verherenden Waldbränden geschlossen war und wir deshalb die gleiche Route zurückfuhren, wie schon auf der Hinreise.


So schreibe ich nun wieder aus Whitehorse. In einer Stunde gehen wir wieder in den Wald, in welchem wir die Langdistanz der Yukon OL-Meisterschaften liefen. Da gibt es noch ein paar Fehler auszuwerten:-)


Danach geht es tuckernd in Richtung Süden: Am Dempsterhigway nehmen wir uns Zeit, um möglichst nochmals Wildtiere beobachten zu können. In Stewart hoffen wir auf Grizzlys beim Fischen. In Kitwanga stehen Vulkane auf der Menuliste. Schliesslich nehmen wir Mitte Juli die Fähre von Prince Rupert nach Port Hardy auf Vancouver Island (Inside Passage), wo wir noch ein paar Ruhetage geniessen, bevor es zurück nach Vancouver geht.


Am 21. Juli fliegen wir dann heimwärts in die Schweiz und hoffen natürlich, euch dann bald mal wieder in Fleisch und Blut zu sehen!


In diesem Sinne bedanken wir uns ganz herzlich, dass ihr in unserem Blog mitgereist seid und uns die Verbindung zur Heimat aufrecht erhalten habt!


Hebeds guet, geniesst den Sommer und bis bald! Goodbye!

(Renato)


 
 
 

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Wie viele Kilometer wir schon gefahren sind, davon habe ich keine Ahnung. Wie viele Kilometer wir pro zerbrochenem Glas mittlerweile...

 
 
 

1 Kommentar


r.lienhart
05. Juli 2025

Guten Rest und bis bald wieder! Herzlich Renate

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