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Bye bye Calgary

  • renatowinteler2
  • 6. Feb. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

"Wenn du an die Zeit in Calgary zurückdenkst, was kommt dir als Erstes in den Sinn?"


"Mir kommt sofort das Eishockeystadion in den Sinn. Dort haben wir einen Match gesehen und im Moment denke ich oft an Eishockey."

"Ich fand den Devonian Garden mit seiner Essetage sehr schön. Dort war alles warm und grün - und es hatte feines asiatisches Essen."

"Für mich ist die Freundlichkeit immer noch sehr präsent. Ich fühlte mich überall willkommen, unterstützt und ich war wirklich ausnahmslos freundlichen Menschen begegnet."

"Der Calgary-Tower war sehr eindrücklich. Insbesondere die Glasplatte, auf welcher man direkt 160m in die Tiefe sehen konnte. Einmal waren wir auch noch in der Nacht da und das war sehr eindrücklich mit all den Lichtern. Da konnte man die Grösse dieser 1.2Mio Stadt etwas wahrnehmen."

"Das Leben in der Grossstadt war für mich anspruchsvoll aber auch cool, einen Teil davon sein zu können. Jeden Tag in die Stadt pendeln, war eine sehr gute und spannende Erfahrung."


"Gab es auch etwas, das du vermisst hast in dieser Zeit?"


"Es gibt keinen guten Käse. Vor allem guter Reibkäse ist wirklich unauffindbar..."

"Ich habe die Hasen vermisst."

"Ich würde so gerne wieder einmal eine richtig feine, italienische Pizza essen."

"Mir fehlt ein Birchermüesli und meine Verkleidungen."

"Also, überhaupt ist es echt schwierig, sich ausgeglichen (gesund) zu ernähren. - Es hat extrem viel Junk-Food."

"Und ich schliesse mich an, also die Verkleidung ist mir egal, aber das mit dem Essen sehe ich genauso. Mir fehlen auch noch fein duftende Brote."

"Ich dachte immer, ich würde die Hitze nicht ertragen und die Kälte umso mehr lieben. Jetzt habe ich allerdings gemerkt, das es bei der Kälte doch auch Grenzen gibt."


"Und gibt es auch etwas, das du bis jetzt als schwierig empfunden hast?"


"Also die Konzentration im Homeschooling ist nicht bei allen Kindern gleich ausgeprägt - das heisst, nach 10min sind die ersten fertig:-) "

"Das Recycling -System habe ich noch nicht verstanden. Alles, was recycliert wird, kommt in den gleichen Eimer, also meistens, da es nur zwei Eimer hat. Und plötzlich hat es dann 4 Eimer und man sollte jetzt verstehen, was anders ist. Wir haben ja noch Zeit."

"Es gab in der Innenstadt viele Homeless-People, welche absolut nie aufdringlich waren oder uns angesprochen haben. Aber wie es ihnen in dieser kalten Jahreszeit ergeht, das stimmt schon nachdenklich."


"Und gab es auch lustige, schöne überraschende Sachen, die du gesehen oder erlebt hast?"


"Auf öffentlichen Toiletten durfte man sich nicht bewegen, da sonst die Spülung wegen des Bewegungssensoren automatisch ausgelöst wurde - was einen sehr erschreckt, da die Spülung so laut ist."

"In den Bussen gab es anstelle eines Stoppknopfes ein Seil entlang der Scheiben, welches man ziehen musste, wenn man aussteigen wollte."

"Sehr lustig fand ich die Begegnung mit zwei Hirschen mitten in der Stadt vor einem Einkaufszentrum."

"Bei den Wartehäuschen an den Bushaltestellen konnte man einen Knopf drücken, dann ging ein Wärmestrahler an."

"Dass unser Haus quasi ein Loch in der Lüftung hatte und wir so immer genügend kalte Luft im Haus hatten, das fand ich lustig."

"Da könnte man dann auch noch die Maus in unserem Haus erwähnen, die den Znüni aus Andreas Tasche frass..."

"Bei Bussen konnte man quasi ein-und aussteigen, wo man wollte, das ist cool."

"Die Höflichkeit an der Bushaltestelle beim Einsteigen war so ausgeprägt, dass man sich fast nie entscheiden konnte, wer als Erstes einsteigen wird - und der Bus wohl nur dadurch zu seiner Verspätung kam. "

"Und dass man fast immer vorne aussteigt, damit man sich beim Chauffeur noch bedanken kann und ihm einen schönen Tag wünscht."

"Bustüren gehen nur auf, wenn man dagegen drückt. Das braucht Fingerspitzengefühl. Und der nächste wird dann von neuem wieder eingeklemmt."

"Beeindruckt hat mich die enorme Vielfalt an Kulturen, welche in Calgary anzutreffen waren. In Calgary (oder in ganz Kanada?) nennt man dies "the melting pot": Verschiedenste Kulturen leben friedlich miteinander."

"Seine Tasche im Bus/C-Train auf dem Sitz zu lassen, das ist wirklich ein Unding in Calgary und man setzt sich immer, wenn es einen freien Platz hat. Und wenn wir als Familie in den C-Train engestiegen waren, dann standen praktisch immer Leute auf, damit sich die Kinder setzen konnten oder die Leute verschoben sich, damit wir als Familie zusammensitzen konnten."

"Ich war an einem Abend in einem Park (wusste nicht, ob der geschlossen war) und kaum ging die Sonne unter, stand ich zwischen Geheul von mehreren Kojoten. Das war faszinierend - und ja, ein bisschen unheimlich."

"Zwischen den Häusern trifft man plötzlich wieder ein öffentliches, selbstgemachtes Eisfeld an - mit Schlägern, Toren und Banden..."

"Das Nachtessen mit dem lokalen OL-Verein war unendlich herzlich, als wären wir schon immer dabei. Danach haben uns noch zwei Frauen durch die halbe Stadt heimgefahren, was wir ihnen nicht ausreden konnten."

"In der ganzen Stadt hat es wunderbare Streetart. Praktisch jede kahle Wand oder Betonpfeiler ist mit einem schmucken Bild bemalt oder besprayt worden."

(Familie)







 
 
 

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