Besuch der Botanical Beach
- renatowinteler2
- 29. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Langsam aber sicher kommen wir auch hier in Sooke in den Genuss erster Frühlingstage. Wir haben uns ja immer etwas gewundert über die doch eher bescheidenen Temperaturen und die grossen Regenmengen im März. Laut Einheimischen handelt es sich um einen ungewöhnlich kalten und nassen Frühlingsstart.
Jedenfalls freuten wir uns ungemein, als uns die Wetter-App einen sonnigen, frühlingshaften Tag bei 18 Grad prognostizierte! Wir nutzten diese Gelegenheit, um einen Ausflug an die berühmtberüchtigte Botanical Beach, welche sich ca. 60km nordwestlich von Sooke befindet, zu unternehmen.
So fuhren wir direkt nach dem Frühstück los, stellten aber bald fest, dass es dann doch nicht ganz ohne Regen geht: Aus den Nebelwolken, welche hartnäckig über die Westküste der Insel hingen, rieselte es während der ganzen Fahrt und das Thermometer kletterte noch nicht wirklich in den zweistelligen Bereich.
Nun, davon liessen wir uns nicht beirren und vertrauten darauf, dass sich die Sonne schon noch zeigen würde.
Wir erreichten das Dörfchen Port Renfrew, welches zu Hippie-Zeiten als Aussteigerparadies galt und tatsächlich scheint dort die Zeit irgendwie etwas langsamer zu ticken. Da es ab Port Renfrew keine weitere Strasse nordwärts mehr gibt, hat man das Gefühl, am (sehr schönen) Ende der Welt angekommen zu sein.
Von dort aus wollten wir zuerst noch die Avatar Grove besuchen, ein sehr usrprünglicher, kalter Regenwald, welcher zum Territorium der Pacheedaht First Nation gehört. Als die Strasse von Teer auf Asphalt wechselte, erfuhren wir, dass die Strasse schwer befahrbar ist, da sie noch nicht "in Hochform" gebracht wurde für die neue Saison. Das hinderte uns nicht daran, den Weg fortzusetzen. 10min später und knappe 300m weiter mussten wir uns dann aber eingestehen, dass die grossen Schlaglöcher doch ein zu grosses Risiko für unser Mitauto darstellten. Ausserdem sahen die vielen halb-umgefallenen Bäume quer über der Strasse ziemlich bedrohlich aus....
So beschlossen wir, umzukehren und den Spazierweg der Küste entlang zur Botanical Beach unter die Beine zu nehmen. Unterdessen zeigte sich auch die Sonne (jeeee!) und es war sooo schön warm!
Das Spezielle an der Botanical Beach ist, dass bei Ebbe (via App kann man wunderbar nachschauen, wann das Wasser am tiefsten ist), wenn sich das Wasser über die Felsen zurückzieht, viele kleine "Gunten" übrigbleiben, in welchen kleine, wunderschöne Mikrohabitate entstehen. So kann man in diesen wassergefüllten Löchern Seeanemonen, diverse Muschelarten, spezielle Seeschnecken, Seesterne, -igel und -gurken und mit etwas Glück sogar mal einen kleinen Oktopus beobachten.
Ausserdem eignet sich die Strand sehr gut, um Wale zu beobachten. An jenem Nachmittag zeigten sich ein paar Schweinswale weit draussen im Meer.
Gegen Abend kam dann der Nebel wieder zurück, was den ganzen Strand zu einem unglaublich schönen, mystischen Ort "am Ende der Welt" umwandelte. (Andrea)






























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